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Landrat Thomas Habermann: Fritz Köth bleibt in den Herzen seiner Mitmenschen |
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Auf dem Friedhof in Bad Königshofen wurde am Dienstagnachmittag der ehemalige Kreisbaumeister Fritz Köth beigesetzt. Beim Requiem erinnerte Stadtpfarrer Linus Eizenhöfer an Fritz Köth, der sich auch im kirchlichen Bereich engagiert hatte und im Pfarrgemeinderat war. Viele Bauwerke in der Stadt würden seine Handschrift tragen und an ihn erinnern. Landrat Thomas Habermann meinte in seiner Trauerrede, dass Fritz Köth immer in den Herzen seiner Mitmenschen bleibe.
Für die Stadt Bad Königshofen nahm Bürgermeister Thomas Helbling Abschied. Er erinnerte daran, dass Fritz Köth vom 1. Mai 1966 bis 1990 Mitglied des Stadtrates war. Ein engagierter Kommunalpolitiker sei er gewesen und habe das Referat „Hoch- und Tiefbau“ erhalten. In seiner Zeit seien viele Baumaßnahmen entstanden, so unter anderem im Schulviertel, das ehemalige Kreiskrankenhaus oder auch die Trink- und Wandelhalle. Beim Bau des Kurzentrums 1974 bis 1976 habe er ebenfalls mitgewirkt. Sein fachlicher Rat sei immer geschätzt gewesen.
Der Bürgermeister erinnerte aber auch an die Kulturarbeit, das Kreiskulturwerk und die Volkshochschule. Die Ausstellungen, die Fritz Köth mitorganisierte seien weit über die Grenzen des Landkreises hinaus geschätzt worden. Er sei auch der Initiator der Bad Königshofener Kunstausstellung. Für seine außerordentlichen Verdienste, die er sich um die Stadt Bad Königshofen erworben hat, erhielt er die kommunale Dankurkunde des Bayerischen Innenministeriums und 1990 den Ehrenteller der Stadt Bad Königshofen.
Neben seiner Stadtratstätigkeit sei er ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen, so im TSV, im Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld und auch im Lionsklub aktiv gewesen. Nun sage ihm die Stadt ein letztes, herzliches Dankeschön für sein Lebenswerk, das er in seiner Heimatstadt hinterlassen habe. Landrat Thomas Habermann meinte, dass der Tod eines Mitmenschen jeden mit Trauer erfülle. Besonders die Angehörigen und Freunde seien betroffen. Sie würden sich an schöne Stunden erinnern, die man gemeinsam verbrachte, aber auch an schlechte Zeiten, die man überwunden hat. Der Landrat überbrachte der Frau des Verstorben, sowie den Kindern und deren Familien die aufrichtige Teilnahme der Landkreisbevölkerung.
Über Bad Königshofen hinaus habe er sich verdient gemacht. Wie Stadtpfarrer Linus Eizenhöfer erinnerte auch der Landrat an die schwere Kinder- und Jugendzeit Köths, der im Zweiten Weltkrieg an der Front diente um „für eine sinnlose und verbrecherische Idee zu kämpfen.“ Optimismus, Lebensmut und Tatendrang habe er sich aber nicht nehmen lassen. Er studierte und wurde Bauingenieur. Wichtig sei ihm die Familie gewesen, die ihn ein Leben lang getragen habe. Als die rechte Hand des verstorbenen Landrates Dr. Karl Grünewald bezeichnete der Landkreischef Fritz Köth. Er habe seine Spur als Architekt in Bad Königshofen, aber auch im Landkreis hinterlassen. Mit 27 Jahren wurde er Kreisbaumeister damals noch im Landkreis Königshofen, dann im Landkreis Rhön-Grabfeld. Sein fundiertes Fachwissen sei immer gefragt gewesen. Dienstherrn und Mitarbeitern war er ein verlässlicher Kollege, der immer mit Rat und Tat zur Seite stand.
Auf das Kunstverständnis von Fritz Köth eingehend meinte der Landrat, dass er immer für die Meinung anderer aufgeschlossen war, seine Arbeit große Anerkennung fand und er als aufrechter und kluger Mann bekannt war. Bei der letztjährigen Kunstausstellung in Bad Königshofen habe er festgestellt, dass Fritz Köth auch eine inspirierende Art hat und viele Lebenserfahrung hatte. Landrat Thomas Habermann: Die Erinnerung an ihn kann uns niemand nehmen – Fritz Köth bleibt im Herzen seiner Mitmenschen in dankbare Erinnerung.“
Quelle: Hanns Friedrich |