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Grabfeldallianz hat Vorbildcharakter |
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Die von der Allianz Grabfeldgau in Auftrag gegebene Studie zum Thema „Bewältigung des demographischen Wandels“ hat bayernweit Vorbildcharakter. Das wurde bei der Sitzung der Lenkungsgruppe am Donnerstagnachmittag in Saal an der Saale bekannt. Dr. Reiner Gottwald aus Landsberg, Ideengeber dieser Studie, berichtete, daß die Ausarbeitungen aus Bad Königshofen mittlerweile in Schulen des Landkreises Rhön-Grabfeld ebenso wie in den Hassbergen und sogar schon in Erding bei München verwendet werden. Finanziert wird das Projekt unter anderem durch Unterstützung von Leader Plus und dem Amt für Landwirtschaft Würzburg, sagte Bürgermeister Kurt Mauer, Sprecher der Lenkungsgruppe.
Dr. Reiner Gottwald berichtete, daß die Bad Königshofener Unterlagen, das von den Schülerinnen und Schülern ausgearbeitete Drehbuch, wie er betonte, hervorragend gelungen sei und deshalb überall verwendet werden könne. So werden ähnliche Studien von der Schule in Ostheim und Bastheim sowie in den Hassbergen durchgeführt. Auch weiterhin wird Dr. Gottwald als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wie mehrfach berichtet hatten die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Bad Königshofen herausgefunden, daß bis zum Jahr 2030 die Altersstruktur der Bevölkerung erheblich nach oben gehen wird. Dies hat zur Folge, daß vermehrt Altenheime gebraucht werden, aber auch Kureinrichtungen und Krankenhäuser, sowie Angebote für Senioren.
Auf diese Ausarbeitungen stützt sich nun auch eine Anpassungs- und Projektstrategie Grabfeld 2030“, die Gunter Schramm als Grundlage nimmt. Anhand einer Power-Point-Präsenation konnte er die Schwankungen in den einzelnen Gemeinden darstellen und aufzeigen, wie sich die Alterstruktur in Bad Königshofen, Trappstadt, Großeibstadt oder Großbardorf entwickelt. Wichtig ist es ihm, daß die Öffentlichkeit von den Ergebnissen der Schülerinnen und Schülern erfährt. Deshalb ist eine Informationsbroschüre ebenso geplant, wie Informationsveranstaltungen.
In seiner Studie will er nun Besonderheiten der einzelnen Kommunen herausarbeiten und die betroffenen Städte und Gemeinden „mit ins Boot“ holen. Gunter Schramm sprach von einer Vielzahl von Handlungsfeldern, die nun bearbeitet werden müssen. Wichtig ist im dabei die Stärken-Schwächen-Analyse. Interessant seine Auflistung der Bevölkerungsentwicklung von 2008 bis 2030. Daraus ergab sich bayernweit ein Plus von 31 Prozent, unterfrankenweit sind es 22 und im Bereich der Grabfeldallianz gerademal sechs Prozent. Fallend ist auch die Altersgruppe der unter 18-Jährigen. Die der über 65-jährigen weist dagegen eine Zunahme von 20 Prozent auf. Was die junge Bevölkerung im Allianzgebiet betrifft liegt man im Grabfeld sogar etwas über dem Landesdurchschnitt. Genaueres wird nun aber die Aufarbeitung bringen.
Einig wurde sich das Gremium auch noch über eine weitere Auflage der Radwanderkarte für das Allianzgebiet, nachdem die erste Auflage vergriffen ist. 10.000 Stück werden nun neu gedruckt, zuvor aber auch, wenn notwendig aktualisiert. Kurt Mauer sprach dabei vor allem neue Radwegeverbindungen und Lückenschlüsse, wie Großeibstadt-Aubstadt oder auch Sulzfeld und Sulzdorf an. Erfreulich: der neue Kulturführer, den die Allianz Grabfeldgau gemeinsam mit der Allianz Schweinfurter Oberland herausgebracht hat, wird sehr gut angenommen, so daß auch hier bereits über eine Neuauflage nachgedacht werden muß.
Quelle: Hanns Friedrich
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