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Startseite Aktuelles Pfarrer Karl Feser zieht Einjahres-Bilanz
Pfarrer Karl Feser zieht Einjahres-Bilanz PDF Drucken E-Mail
pfarrer_feser_klAuf den Tag genau ein Jahr ist es am heutigen Montag, daß Karl Feser als neuer Pfarrer von Bad Königshofen in sein Amt eingeführt wurde. Der damalige Stadtpfarrer Linus Eizenhöfer übergab ihm die Kirchen- und den Tabernakelschlüssel. Es war, wie in diesem Jahr ein Fastensonntag, sagte der Geistliche, der nach einem Jahr nun erste Bilanz zieht. Sein Fazit: „Es war eine gute und eine richtige Entscheidung nach Bad Königshofen zu kommen und wir haben in diesem Jahr wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.“ Dazu zählt er vor allem die Gründung der Pfarreiengemeinschaft „Grabfeldbrücke“, aber auch seine Kontakte, die er mittlerweile zu seinen Pfarrkindern hat.

„Mittlerweile kennt man mich und auch die Jugend grüßt mich auf der Straße“, sagt Karl Feser lachend. Nach wie vor ist der Pfarrer nicht in seinem Pfarrhaus in Bad Königshofen. Das wird noch immer umgebaut. Wohnte er zunächst privat, so ist er dann Mitte des letzten Jahres in das leerstehende Pfarrhaus nach Merkershausen gezogen. Der Einzug in das historische Pfarrhaus von Bad Königshofen läßt wohl noch einige Zeit auf sich warten. Das Haus wird grundlegend saniert und die alte Bausubstanz führt dazu, daß immer noch weitere Maßnahmen dazu kommen. Wie bereits berichtet wird es im Pfarrhaus eine eigene Wohnung für den Pfarrer im Obergeschoß geben, während im Eingangsbereich Pfarrbüro und auch Räume mit Teeküche für Besprechungen eingebaut werden.

Doch es ist nicht nur das Pfarrhaus, was den Pfarrer und die Kirchengemeinde belastet. Wer die Stadtpfarrkirche betrachtet, der sieht dort an den Außenwänden die herausgefallenen Steine im Turmbereich und Wände, die zeigen, daß die Kirche ebenfalls saniert werden muß. Nachdem Statiker festgestellt haben, daß sich das mehr als 550 Jahre alte Gotteshaus gesenkt hat und im Dachbereich bereits Steine sich verschoben haben, muß es mit einer Betonplatte unterfangen werden. Auch das ist ein Thema, das Pfarrer Feser noch beschäftigen wird.

Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er allerdings in der Liturgie. Hier hat er im ersten Jahr seines Wirkens vieles schon geleistet, gemeinsam mit den Mitarbeitern in Bad Königshofen und den Ortschaften der neuen Pfarreingemeinschaft. Mittlerweile habe es sich eingespielt, wann wo, welcher Gottesdienst stattfindet und das es manchmal nur Wortgottesfeiern sind. Der Pfarrer berichtet, daß man mittlerweile von fünf auf drei Priestern „geschrumpft“ ist. Pfarrer Felix Funk aus Althausen ist gestorben, Pfarrer Heller aus Merkershausen wohnt jetzt in Aub und ist weiterhin vorrangig als Rektor des Familienbildungshauses eingesetzt. Erfreulich nennt es Pfarrer Feser, daß sich 16 Personen der neuen Pfarreiengemeinschaften an einem Kurs zur Ausbildung für die Wortgottesfeiern beteiligen.

Was noch ein bisschen fehlt ist das Gemeindebewusstsein, sagt Pfarre Feser. Da müsse man noch daran arbeiten. Das bedeutet, daß auch Bereiche der Verkündigung, das Fördern von Gemeinschaften weiter ausgebaut werden muß. Pfarrer Feser: „Als Christen einer Kirchengemeinde leben wir nicht für uns selbst, sondern stehen im Auftrag Christi und sollten deshalb auch für andere da sein.“ Am Herzen liegen ihm die Jugendgruppen. Hier gibt es derzeit drei aktive Gruppen. Gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrersehepaar Mertten will Pfarrer Feser gemeinsame Angebote ausarbeiten. Er denkt an Jugendgottesdienste und an eine Kirchenband. Außerdem könnten aktuelle Themen bei den Treffen diskutiert werden. So könnte er sich Workshops, zum Beispiel im Bogenschießen, vorstellen. Einen Sport, den er bekanntlich selbst betreibt.

Gut nennt der Pfarrer den Kontakt zur Bevölkerung und erwähnt auch die Kindergärten und die Jugend. Hier wachse das Gemeindebewusstsein. Jeder müsse erkennen, daß er als Christ eine Verantwortung auch in der Verkündigung der Botschaft Jesu Christi habe. Auch die Probleme in der Welt müsse man sehen und deshalb hat sich auch der Bad Königshofener Pfarrer für das Engagement der Kirchen im Landkreis beim Erhalt der Siemens-Arbeitsplätze mit eingeklinkt. Im kommenden Jahr 2011 wird es in Bad Königshofen eine Visitation des Diözesanbischofs geben, der dann mehrere Tage in der Pfarreiengemeinschaft zu Gast ist. Bis dahin soll das Pfarrhaus in Bad Königshofen natürlich fertig sein. Weil der Bischof 2011 kommt, wird es in diesem Jahr keine Firmung geben. Diese findet im kommenden Jahr statt. Ausgebaut wurde der Kontakt zu den vier Altenheimen in Bad Königshofen, wobei nun auch Besuchsdienste in der Frankencare und im Seniorenheim Klostergarten eingerichtet sind und dort auch Gottesdienst stattfinden.

Kaplan Fröhlich schreibt zur Zeit seine Zulassungsarbeit und ist deshalb neben seinen weiteren Aufgaben, unter anderem im Schulbereich, entsprechend eingespannt. Er will noch einige Jahre in Bad Königshofen bleiben. Darauf hofft auch Pfarrer Karl Feser. Ob es dann nämlich einen Nachfolger geben wird, ist heute unklar. Fragt man den Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Grabfeld nach seinen Hobbies, gibt er unumwunden zu, daß er selbst schauen muß „nicht zu kurz zu kommen.“ Bogenschießen kann er in seinem Pfarrhof in Merkershausen, ein Boot besitzt er nicht mehr, hat jedoch im vergangenen Jahr eine Bootsfahrt mit den Kommunionkindern in seiner ehemaligen Pfarrei auf der Fränkischen Saale durchgeführt. Seine „freien Tage“ verschieben sich mittlerweile oft und es kommt auch vor, daß er an diesen Tagen Arbeit mit nach Hause in sein Pfarrhaus Merkershausen nimmt. Wichtig ist ihm aber, den Kontakt zu seinen Freunden und Bekannte nicht zu verlieren.

Quelle: Hanns Friedrich
 
 
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