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Bad Königshofen mit dem Handyparksystem Vorreiter in Rhön-Grabfeld |
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Vorreiter im Landkreis Rhön-Grabfeld ist die Stadt Bad Königshofen bei einem neuen bargeldlosen Parksystem. „Wir sind die erste Stadt im Landkreis Rhön-Grabfeld, die dieses System nun einführt, sagte Bürgermeister Thomas Helbling nicht ganz ohne Stolz. Die Firma „sunhill technologies“ aus Erlangen hat damit aber auch ein kleines Jubiläum gefeiert: Deutschlandweit wurde in Bad Königshofen nämlich das 25. Handy-Parksystem offiziell in Betrieb genommen. Bayernweit gibt es bislang erst elf Standorte. „Das alles ist ein Zeichen für uns, daß wir auf der Höhe der Zeit sind,“ fügte Bürgermeister Helbling an und ist sich sicher, daß das neue System auch angenommen wird.
Es ist schon der zweite Fortschritt auf diesem Gebiet in der Stadt, ergänzt Bernd Hilscher, Leiter des Bürgerbüros. Nach der Kurzparktaste, die Helbling als Wahlversprechen einlöste, kommt nun das bargeldlose Parksystem. Erfreulich für Werner Jerono von Sunhill, daß die Entscheidung in Bad Königshofen so schnell gefallen ist. Im Dezember hatte man erstmals das System vorgestellt und schon einen Monat später kam vom Stadtrat grünes Licht. So etwas komme selten vor. Das System ist im übrigen recht einfach: Der Autofahrer sendet sein Kennzeichen per SMS an die ausgeschilderte Kurzwahlnummer – für Bad Königshofen ist es 831196- gibt die gewünschte Parkzeit ein und hat damit schon sein Parkticket gebucht. Durch eine SMS wird ihm der erfolgreiche Bezahlvorgang bestätigt. Wiederum per SMS wird er zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit kostenlos erinnert und kann dann von unterwegs aus verlängern ohne zum Auto zurückzukehren.
Die Parkgebühren werden dann automatisch von der Handyrechnung oder dem Prepaidguthaben des verwendeten Handys abgebucht. Das bringt keine zusätzlichen Kosten mit sich, sondern die Abrechnung erfolgt je nach dem jeweiligen Handyvertrag und die dort ausgewiesenen Gebühren für eine SMS, sagt Werner Jerono von Sunhill technologies. Genutzt werden kann das neue System von allen Kunden der Netzbetreiber T-Mobile, E-plus, Vodafone und O2. Die Parkraumkontrolle erfolgt mit eigener Software durch die Stadt. Auch hier gibt es keinerlei zusätzliche Kosten für die Kommune, weil ein Diensthandy dafür genutzt werden kann. Bernd Hilscher freute sich, denn das System wurde bereits von dem einen oder anderen Handynutzer bereits ausprobiert. „Hoffen wir das es so bleibt und die Bevölkerung das auch annimmt.“ Ganz wichtig: Mit dem neuen Parksystem werden keinesfalls die Parkscheinautomaten abgeschafft, sagt Bernd Hilscher. Das Handy-Parksystem ist lediglich ein neues, zusätzliches, bargeldloses Angebot.
Die Kommune aber auch der Einzelhandel und Vereine können das System auch zu Werbezwecke verwenden und im Anhang an die Kundenbestätigung und Erinnerung Veranstaltungshinweise per SMS anhängen. Etwas, das Bad Königshofen nutzen wird, sagt Bürgermeister Thomas Helbling und verweist auf kommenden Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Konzerte. So steht als nächstes der Autofrühling an, aber auch eine Ausstellung in der Schranne und Konzerte. Bis zum Jahresende ist jetzt zunächst einmal in Bad Königshofen eine Testphase angesetzt, dann wird der Stadtrat darüber entscheiden, ob das Handy-Parksystem auch weiterhin bestehen bleibt.
Bislang kann das neue Angebot übrigens nur am Marktplatz genutzt werden, dort wo es auch bislang die Parkscheinautomaten gibt. Ansonsten gelten auf den übrigen Parkplätzen die bekannten Parkscheiben. Wichtig ist es zunächst aber das System bekannt zu machen und wie Werner Jerono sagte, „die Menschen zu erreichen.“ Deshalb werden in den kommenden Monaten immer wieder sogenannte Promotionteams unterwegs sein, die die Autofahrer auf das neue System aufmerksam machen. Außerdem wird die Stadt im Bereich des Marktplatzes in den Geschäften entsprechende Flyer auslegen. Daß Bürgermeister Thomas Helbling aber auch Bernd Hilscher sich das neue System dann gleich einmal erklären ließen und auch ausprobierten war klar. Am Automaten erläuterte denn auch Werner Jerono von Sunhill technologies das System.
Quelle: Hanns Friedrich
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